Kennt ihr das Gefühl, mit einer kleinen Depression aus dem Urlaub zurück zu kehren? Ich nennen diese Phänomen „Post Vacay Blues“. So geht es mir fast immer – jedoch seit unserem letztem Urlaub im Mai in New York besonders ausgeprägt. Gerne möchte ich berichten, was mich an New York so gepackt hat, warum ich sofort wieder hin würde und was meine persönlichen Highlights waren.
New York: Liebe auf den ersten Blick! Ich denke, dass man in New York zwei Optionen hat: entweder man hetzt in 3-5 Tage von einem Sightseeing Spot zum nächsten oder nimmt sich ausreichend Zeit, um die Stadt in Ruhe zu erleben. Wir haben uns für letzteres entschieden und konnten uns 10 Tage in New York austoben. Aber was tun in New York, wenn man „so viel“ Zeit hat? Hier meine Highlights:
- 48 Stunden Bus Tour: Wir haben uns u.a. für die 48 Stunden Hop on Hop Off Bus Tour entschieden und konnten so folgende Touren mitmachen: Downtown, Uptown, Brooklyn & Bronx. Bisher habe ich von diesen Touren nicht viel gehalten, aber die New Yorker Guides sind der Hammer! Reinsetzen, Kopfhörer drauf und einfach zuhören. So viele Informationen von echten New Yorkern, in so kurzer Zeit und das im flapsigen Ami-Humor?! In einer Mastercard-Werbung würde jetzt stehen: unbezahlbar. Mir hat es einfach riesen Spaß gemacht! Insider Tipp: Kauft euch die Tickets zum frühen Nachmittag (48 Stunden starten ab diesem Moment) und nutzt die Busse für 3 Tage als Transportmittel quer durch die Stadt.
- Fahrrad-Tour durch den Central Park: Der Central Park ist riesig! Zu Fuß wäre das Wahnsinn – Blasen holt ihr euch eh. Daher meine absolute Empfehlung: Proviant einpacken, Fahrräder ausleihen und losradeln. Man kann jederzeit kleine Stopps einlegen und die Natur auf sich wirken lassen. Insider Tipp: Spart euch den Park für das Ende eures Trips auf, um einfach runter zu kommen und kombiniert den Tag mit einem Besuch in den nahe liegenden Museen (z.B. Guggenheim).
- New York kulinarisch: Ich denke, hier scheiden sich die Geister. Als verwöhnter Deutscher mit den besten internationalen Restaurants, habe ich festgestellt, dass ich keine überteuerten New Yorker Restaurants brauche. Wir haben einen Hipster-Inder in East Village ausprobiert – am Ende hatten wir ohne Alkohol & Nachtisch eine Rechnung von 150 Dollar und wurden nach 45 Minuten gehetztem Essen fast aus dem Restaurant geschmissen, um Platz für die nächste Gäste zu machen. Das braucht keiner – außerdem schmeckt es beim Stamm-Inder um die Ecke in Köln 100 mal besser. Daher haben wir uns entschlossen, die Street Food Welt für uns zu erkunden! Halal Stände (leckere Hähnchen-Spieße und Falafel inklusive), Food Trucks und Street Food Märkte gibt es an jeder Ecke. Also, schnappt euch euer Essen und ab in den nächsten Park. Einzig zu empfehlende Lunch-Spots sind: Bluestone Lane und Two Hands. Insider-Tipp: Shrimp Roll!!! Und check einfach aktuelle Termine von Street Food Märkten und probiert euch durch.
- Raus aus Manhattan: Manhattan ist riesig und man kann locker seinen ganzen Urlaub hier verbringen. Hiervon muss ich jedoch abraten – ich fand Brooklyn bspw. super! Ein ganz anderes Feeling. Irgendwie kleiner, urbaner & bodenständiger. Startet doch zu Fuß in Manhattan, lauft über die Manhattan Bridge rüber nach Brooklyn, vorbei an Dumbo (Down Under The Manhattan Bridge), entlang der Promenade und dann wieder hoch durch Brooklyn Heights. Definitiv die süßesten Straßen New Yorks. Hier darf man träumen! Insider Tipp: Smorgasburg Markets in Williamsburg und Dumbo.
- Highline Park: Love, love, love! Ganz toll bei sonnigem Wetter, um mitten in der Stadt etwas Ruhe zu finden. Der Highline Park ist eine stillgelegte Hochbahntrasse, die zu einem grünen Wunder umfunktioniert wurde. Über 2 km könnt ihr quasi abseits von allem Trubel durch die Stadt schlendern, eine tolle Aussicht auf das Meatpacking District erhaschen und euch gemeinsam mit New Yorkern sonnen. Insider Tipp: Versorgt euch im Chelsea Market mit Leckereien (z.B. Lobster oder Sushi aus braunem Reis) und macht euch im Highline Park einen entspannten Nachmittag.
- Top of New York: Eines der wenigen Male, die wir in einer Schlange standen und es sich wirklich gelohnt hat – die wahnsinnige Aussicht vom Top of the Rock und dem Empire State Building. Beide Gebäude haben es in sich und ermöglichen einen unvergesslichen Blick über New York. Leider totaler Touri-Style, aber Must See. Insider Tipp: Besucht eins bei Tageslicht und eins im Dunkeln. Die richtigen Profis warten den Sonnenuntergang ab und erleben beides an einem Ort – das war uns persönlich bei den Menschenmassen aber einfach zu viel 😉
- Save some money: Es gibt etliche Pässe, die man sich für viel Geld anschaffen kann, um Eintritt in die entsprechenden Touri-Attraktionen zu erhalten. Nach langem Hin und Her haben wir uns für den Explorer Pass entschieden. Hierbei könnt ihr euch zwischen 3, 4, 5, 7 oder 10 Attraktionen entscheiden und seit komplett ungebunden. Über die App wird euer Pass freigeschaltet und funktioniert auch im Flugzeug-Modus. Insider Tipp: Investiert etwas Zeit in die Planung und überlegt euch genau, wie viele Attraktionen ihr machen wollt. So kommt man im Vergleich zu anderen Pässen auf ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.
- Transportmittel: Wir haben in 10 Tagen 0 mal die U-Bahn genutzt und vielleicht maximal 4 mal ein Taxi. Wie das geht? Schnappt euch die Karte, eure bequemsten Sneaker und lauft los! Es gab Tage, da hatten wir am Ende über 30 km abgelaufen – aber die Erfahrung war es wert! Man erlebt die Stadt auf eine besondere Art und Weise kennen und fühlt sich als echter New Yorker. Die Straßenführung ist idiotensicher und nach ein paar Tagen braucht man nicht mal eine Karte. Insider-Tipp: Sucht euch eure persönlichen Alternativen zu klassischen Verkehrsmitteln (z.B. Wassertaxis oder CityBikes) und bekommt ein Gespür für die Stadt.
Soo, das waren jetzt viele Worte, um euch meine New York Eindrücke näher zu bringen. Ich hoffe, dass es euch bei eurer Planung hilft und/ oder euch inspiriert, den nächsten Urlaub anzugehen. Ich würde euch übrigens empfehlen, New York im Juni zu besuchen – bevor die Juli/ August-Hitze einbricht, ABER nach dem Memorial Day (letzter Montag im Mai). Im Mai bleibt die Welt leider etwas stehen – quasi die Ruhe vor dem Sturm, bevor mit dem Memorial Day Weekend das wilde Leben losgehen kann. Konzerte, Coney Island, Events auf Govenors Island – auf all diese Dinge mussten wir leider verzichten. Daher könnt ihr davon ausgehen, dass der nächste New York Trip bereits in Planung ist 😉
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